CfP: Workshop “Virtuelle Welten und Computerspiele”

Allgemeine Thematik: Virtuelle Welten sind in den vergangenen Jahren mit wechselnder Intensität in der medialen Öffentlichkeit diskutiert worden. Gleichzeitig sind das wissenschaftliche Interesse und die Notwendigkeit zur Erforschung dieses Plattformtyps kontinuierlich angestiegen. Die technologische Basis virtueller Welten bilden 3D-lnteraktionsräume, kombiniert mit Avatar-Repräsentation und Voice-over-IP, die die Reichhaltigkeit und Interaktivität bestehender Web-Anwendungen bei weitem übersteigen. Vielfach rezipierte Beispiele bilden soziale virtuelle Welten wie  „Second life“, deren Geschäftsmodell vollständig auf User-Generated Content basiert und die auch verstärkt für Anwendungen Im Unternehmensbereich (bspw. bei IBM und HP) erprobt wurde, sowie die virtuelle Spielwelt „World of Warcraft“ mit mehr als 11 Millionen Nutzern.

Diese interaktiven Unterhaltungsdienste bilden ein besonderes Wachstumssegment. Nach einer BITKOM-Studie aus dem Jahr 2009 haben 14% aller Bundesbürger über 14 Jahren schon einmal online gespielt und zeigen auch eine Zahlungsbereitschaft für derartige Dienste. Das Volumen des Gaming-Marktes wird für 2015 mit weltweit 70 Milliarden US-Dollar prognostiziert (DFC Intelligence 2010).

Für die Informatik eröffnet sich mit virtuellen Welten ein neues Untersuchungsfeld mit einer Vielzahl von Forschungsfragen.

Der vorgeschlagene Workshop auf der Informatik 2011 soll der Konsolidierung der bisherigen Forschung dienen und einen Ausgangspunkt für die weitere systematische Bearbeitung dieses Themenfeldes markieren. Beiträge können sowohl theoretisch als auch empirisch ausgerichtet sein. Sie können die folgenden Aspekte thematisieren, sind aber nicht auf diese eingeschränkt:

  • Soziale Vernetzung und Kommunikation in virtuellen Welten
  • Communities im Kontext von virtuellen Welten und Computerspielen
  • Kollaborative Wertschöpfung und Entrepreneurship in virtuellen Welten
  • Anwendung virtueller Welten in der Unternehmenskommunikation und -kollaboration
  • Einsatz virtueller Welten im Innovationsprozess und in der Kundenintegration
  • Integration der Technologie virtueller Welten mit anderen Technologien und Informationssystemen
  • Virtuelle Welten und Computerspiele in der Aus- und Weiterbildung
  • Geschäftsmodelle in der Gaming Industrie, Geschäftsmodelle auf Basis virtueller Welten
  • Design, Entwicklung und Betrieb von virtuellen Welten und Computerspielen
  • Adoption und Benutzerakzeptanz von virtuellen Welten und Computerspielen
  • Vertrauen und Transparenz in virtuellen Welten und Computerspielen
  • Serious Games

Programmgestaltung: Die Beiträge sollen maximal 10 Seiten lang sein und in Deutsch oder Englisch bisher noch nicht veröffentlichte Forschungsergebnisse darstellen. Die akzeptierten Beiträge werden als Vollversion digital und referenzierbar im Rahmen der Lecture Notes in Informatics (LNI) bereit gestellt. Eine Kurzversion wird in einem gedruckten Proceedings-Band der GI Jahrestagung erscheinen.

Erfahrungsberichte mit Neuigkeits- und Alleinstellungsmerkmalen sowie interdisziplinäre Beiträge sind willkommen. Ziel ist eine Mischung theoretischer und praktischer Arbeiten. Alle Beiträge werden in anonymisierter Form von zwei Mitgliedern des Programmkomitees begutachtet. Einreichungen aus dem Programmkomitee sind zulässig. Die Beiträge müssen im LNI-Format erstellt werden, nähere Informationen dazu finden Sie unter http://www.gi-ev.de/service/publikationen/lni/.

Fristen:

  • Einreichung von Beiträgen: 24.04.2011
  • Benachrichtigung der Autoren: 23.05.2011
  • Abgabe der Druckversion: 01.07.2011

Leitung:

  • Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow (TU Berlin, Fachgebiet IuK Management)
  • Prof. Dr. Stefan Stieglitz (Universität Münster, Wirtschaftsinformatik)
  • Dipl.-Wirt.-Inf. Danny Pannicke (TU Berlin, Fachgebiet IuK Management)

Programmkomitee:

  • Prof. Dr. Christoph Lattemann (Jacobs University Bremen)
  • Prof. Dr. Ulrike Lechner (Universität der Bundeswehr München)
  • Prof. Dr. Stefan Stieglitz (Universität Münster)
  • Prof. Dr. Susanne Strahringer (TU Dresden)
  • Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow (TU Berlin)

Weitere Informationen finden Sie im hier verlinkten Call for Papers: CfP: Workshop “Virtuelle Welten und Computerspiele”